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Im Gründungsjahr hatte der Verein 20 Turner und 5 Jugendturner. Die Turngemeinde trat 1885 dem Main-Taunus-Bund bei. In Hausen wurde das 1. Bundesturnfest besucht und im Jahre 1886 gründeten in Marxheim mehrere Turngemeinden den Untertaunus-Bund. Bereits 1887 wurde das 2. Bundesturnfest des Untertaunus-Bundes der Turngemeinde Kriftel übertragen.
Durch die Gründung einer Gesangsriege im Jahre 1898 wurde im Verein auch die Geselligkeit mehr und mehr gefördert und gepflegt und die ll.Turngemeinde erlebte für die damaligen Verhältnisse einen enormen Aufschwung.

Probleme hatten die damaligen Turner vor allen Dingen mit den Übungsmöglichkeiten. Für heutige Verhältnisse unverständlich mussten sich die Mitglieder überwiegend im Freien bewegen und waren auch hier nicht überall willkommen. Deshalb war es für die Turngemeinde ein Glücksfall, als ihr die Gemeinde unentgeltlich an der Bleiche einen Turnplatz zur Verfügung stellte, den die Mitglieder in Eigenhilfe ausbauten.

Verbunden mit einem Gauturnfest feierte die Turngemeinde Kriftel im Jahre 1909 ihr 25jähriges Vereinsjubiläum. In den darauffolgenden Jahren konnten die Mitglieder des Vereines große Erfolge in vielseitiger Hinsicht erringen. Neben den turnerischen und spielerischen Leistungen im überregionalen Bereich war es auch die Gesangsriege, die den Namen der Turngemeinde Kriftel bekannt machte. Besonders aber der Mitgliederzuwachs bei der Jugend ließ eine erfolgreiche Vereinsarbeit voraussehen. Diese Jugend konnte noch begeistert werden für den damals nicht so selbstverständlichen Sport. Die Obrigkeit betrachtete die Turnvereine immer mit gemischten Gefühlen, da hier bereits demokratisches Gedankengut wach wurde und im Kaiserreich dafür kein Verständnis aufgebracht wurde. Mitten in diese Aufwärtsentwicklung der Turngemeinde Kriftel brach der erste Weltkrieg aus und die gute Aufbauarbeit wurde jäh unterbrochen. Viele Mitglieder wurden zu den Waffen gerufen und das Vereinsleben kam fast ganz zum Erliegen. Von den vielen aktiv im Krieg weilenden Mitgliedern sind 16 gefallen oder vermisst und kehrten deshalb nicht mehr in die Heimat zurück.

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