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Nach dem Krieg galt es vor allen Dingen für die Verantwortlichen des Vereines, alle Kräfte für den Wiederaufbau der Turngemeinde Kriftel zu mobilisieren. Diese Bestrebungen wurden leider durch die damalige Besatzungsmacht sehr eingeschränkt, da auch diese die Turngemeinden als Träger des Deutschtums betrachteten. Eine Entfaltung war nur mit großen Einschränkungen möglich, doch ließen sich die Turner zu der damaligen Zeit nicht entmutigen. Die Schwierigkeiten konnten überwunden werden und eine neue Zeitepoche des Vereines begann.
Im Jahre 1920 gründete Adam Bardenheier eine Schülerabteilung, die regen Zuspruch fand. Hier wurde die erste methodische Nachwuchsarbeit für die Turner geleistet und auch der Weg zur Breitenarbeit fand hier seinen Ursprung.

1923 erfolgte die Gründung der Handball-Abteilung. Den Werdegang dieser Sportart in unserem Verein finden Sie in einem besonderen Bericht dieser Festschrift.

Anlässlich des 40jährigen Bestehens der Turngemeinde wurde im Jahre 1924 dem Verein das Gauturnfest zugesprochen. Leider versagte die französische Besatzungsmacht die Durchführung des Festes, so dass nur ein schlichtes Jubiläumsfest im Vereinslokal »Zur Eisenbahn« gefeiert werden konnte.

Im Oktober 1924 pachtete unser Verein ein drei Morgen großes Gelände am Hofheimer Weg. Hier wurde unter großen Mühen und Opfern in Selbsthilfe ein Sportplatz gebaut. Praktisch aus dem Nichts wurde hier eine vorbildliche Sportstätte geschaffen und stellt den Vorläufer unseres heutigen Sportgeländes dar, das die Gemeinde vor Jahren zur heutigen Größe ausbaute.

Dieser neue Sportplatz bot vor allen Dingen der Handball-Abteilung verbesserte Übungs- und Spielbedingungen und gerade diese Abteilung, aber auch im Jugendbereich der Turnabteilung, wurde ein kontinuierlicher Mitglieder-Zuwachs verzeichnet.

Der Besuch des Feldbergfestes war neben den anderen Aktivitäten im Verein jedes Jahr eine willkommene Abwechslung. Neben der sportlichen Betätigung auf dem höchsten Gipfel unseres nahen »Hausberges« in mehreren Disziplinen war es in den ersten Jahren nach dem Weltkrieg selbstverständlich, dass die Teilnehmer und ihre Angehörigen diesen Tag mit einer Wanderung von mehreren Stunden von Kriftel zum Feldberg und zurück verbanden. Da war es im Jahre 1928 schon ein großer Fortschritt, dass die Vereinsmitglieder mit einem Bus auf den Feldberg fahren konnten (siehe Bilder).