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Nach der Bezahlung der Schulden des Bühnenbaues wurde der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen. Leider konnte Johann Hümmler diese Entwicklung nicht mehr beeinflussen, wie er sich das vorher vorstellte. Er musste wegen einer schweren Krankheit seine Funktionen im Verein zur Verfügung stellen. Aber mit den Vorbereitungen und dem Beginn des Baues der vereinseigenen Turnhalle, der Überwindung so vieler Anfangsschwierigkeiten, die damit verbunden waren, ist sein Name in die Vereinsgeschichte eingegangen. Wohl kaum hätten die Mitglieder einem Baubeginn zugestimmt, wären sie nicht durch die Überzeugungskraft von »Petter« von der Notwendigkeit des Baues der vereinseigenen Turnhalle umgestimmt worden.

Mit dem Bau des Hallenabschnittes waren die größten Raumsorgen überwunden. Die Turn- und Tischtennisabteilung konnte nun regelmäßig Übungsstunden abhalten und das zeigte sich auch in einer wesentlichen Leistungsverbesserung.

Neue Probleme wurden im Verein aufgezeigt. Die Turnhalle war über ein Jahrzehnt geselliger Mittelpunkt der Gemeinde Kriftel. Anfänglich hatte man bei der Mithilfe im Wirtschaftsausschuss noch Spaß an dieser neuen Betätigung. Mit der Zeit wurde sie zur Pflicht mit vielen Unannehmlichkeiten für die betroffenen Mitglieder. Waren es doch auch viele, die im sportlichen und Vorstandsbereich Funktionen inne hatten und diese Doppelbelastung war keine reine Freude. Die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben war nur der Opferbereitschaft vieler Mitglieder zu verdanken. Meist über 20 Großveranstaltungen fanden jährlich in unserer vereinseigenen Turnhalle statt und hier waren an manchen Abenden - z. B. bei den Maskenbällen - fast 50 Mitglieder und deren Angehörige im freiwilligen, ehrenamtlichen Einsatz.

Aber auch viele gemütliche Stunden verbrachten wir im Kreise der Mitglieder und Freunde. Dazu gehörte der Stammtisch am Sonntagmorgen und in den letzten Jahren der Rentner-Stammtisch, von Karl Heil fürsorglich betreut.

Hier am Stammtisch neben Fritz Vogt der unvergessene Werner Saame, über viele Jahre Zeugwart, der gute Geist und Mädchen für alles des Vereines. Ihm war nie etwas zu viel, wenn es um die Belange der Halle ging und durch seine handwerklichen Fähigkeiten ausgestattet, fast unersetzlich. Er wurde durch eine tragischen Betriebsunfall viel zu früh aus unserer Mitte gerissen.

Dieses Jahrzehnt Vereinsgeschichte legte den Grundstein für unsere heutige gute Finanzsituation. Der langjährigen Ausdauer der Mitglieder im Wirtschaftsausschuss ist es letztlich zu verdanken, dass wir im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Vereinen keine Geldprobleme kennen.